Steuerstand
Wo du stehst — deine ganze Lage auf einen Blick. Tipp eine Box an, um sie zu füllen.
Mein Jahr auf einen Blick
Wie diese Zahlen entstehen
Steuer = progressive Einkommensteuer (Job + Vermietung, inkl. Soli/KiSt) + Abgeltungsteuer auf das Depot. Vermögen netto = angelegte Bestände + Eigenheim − Restschuld. Lebens-Netto (Barwert) = heutiger Wert deines Netto-Einkommens bis zur Rente (Standard-Annahmen). Alles gerundet.
Barwert deines Netto-Einkommens bis zur Rente — in heutigem Geld
Entspricht ≈ 2.945 €/Monat (verstetigt) über 37 Jahre. Summe nominal-real: 1.313.497 €.
Inflation & Diskontsatz stellst du oben global ein — sie gelten auch fürs Depot, damit die Barwerte vergleichbar bleiben.
| Jahr | Alter | Brutto (real) | Netto (real) |
|---|---|---|---|
| 2026 | 30 | 50.000 € | 32.979 € |
| 2031 | 35 | 51.238 € | 33.654 € |
| 2036 | 40 | 52.506 € | 34.342 € |
| 2041 | 45 | 53.805 € | 35.042 € |
| 2046 | 50 | 55.137 € | 35.756 € |
| 2051 | 55 | 56.502 € | 36.484 € |
| 2056 | 60 | 57.900 € | 37.225 € |
| 2061 | 65 | 59.333 € | 37.981 € |
| 2062 | 66 | 59.624 € | 38.134 € |
Prognose nach heutigem Steuerrecht, real fortgeschrieben (verifizierte SV + § 32a-Tarif 2026). Lohnsteigerung, Inflation und Diskontsatz sind einstellbare Annahmen, keine Steuer-Fakten. Jahres-Einkommensteuer (keine Steuerklasse). Ohne weitere Werbungskosten/Dienstwagen. Orientierung, keine Steuerberatung.
Hintergrund — die geprüften §§
Werbungskosten bis 1.230 € zieht das Finanzamt automatisch ab — erst darüber lohnt der Einzelnachweis.
§ 9a S. 1 Nr. 1a EStG · Stand VZ 2024 & 2025Für jeden überwiegend zu Hause gearbeiteten Tag — auch ohne separates Arbeitszimmer (max. ~210 Tage).
§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6c EStG · Stand VZ 2024 & 2025Je Arbeitstag und Entfernungs-Kilometer (einfache Strecke), Höchstbetrag i. d. R. 4.500 €/Jahr. Seit VZ 2026 einheitlich 0,38 €/km ab dem 1. km (Steueränderungsgesetz 2025).
§ 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 4 EStG · Stand ab VZ 2026 (StÄndG 2025, BGBl. 2025 I Nr. 363)Bis zu diesem zu versteuernden Einkommen fällt keine Einkommensteuer an (pro Person).
§ 32a EStG · Stand 2025 bzw. 2026Kapitalerträge bis hierhin steuerfrei — Freistellungsauftrag bei der Bank stellen.
§ 20 Abs. 9 EStG · Stand seit VZ 2023Mini-Pauschale; in der Praxis fast immer durch echte Vorsorgeaufwendungen/Spenden überschritten.
§ 10c EStG · Stand VZ 2024 & 2025Jeder Hebel ± 1 % um deine Annahmen — sortiert nach Wirkung auf den Barwert.
Basis = 1.092.276 €. Inflation & Diskontsatz stellst du oben global ein, Lohnwachstum im Job-Regler. Es ändern sich nur Annahmen — das verifizierte Steuerrecht (§ 32a, SV) bleibt fix.
Bei 12.000 € Gewinn ist der Freiberufler günstiger (um 5.800 €). Die GmbH lohnt vor allem, wenn du reinvestierst statt auszuschütten.
- Einkommensteuer
- 0 €
- Gewerbesteuer
- 0 €
- Soli
- 0 €
- Körperschaftsteuer
- 1.800 €
- Gewerbesteuer
- 1.680 €
- Soli
- 99 €
- KSt + GewSt + Soli
- 3.579 €
- Abgeltungsteuer (26,375 %)
- 2.221 €
Modellrechnung auf zweifach verifizierten Bausteinen: § 32a ESt + § 35-GewSt-Anrechnung (Einzel), § 23 KStG 15 % + § 11 GewSt (ohne Freibetrag, GmbH) + § 32d Abgeltungsteuer 26,375 % bei Ausschüttung. Annahmen: kein Geschäftsführergehalt, voller Gewinn im Jahr, ohne Kirchensteuer. Hebesatz ist gemeindeabhängig (Slider). Das Zusammensetzen ist ein Modell, keine Steuerberatung.
Hintergrund — die geprüften §§
Die einfache EÜR (Einnahmen − Ausgaben) reicht, solange du nicht buchführungspflichtig bist. Buchführungspflicht (Bilanz) entsteht bei Gewerbetreibenden ab 800.000 € Umsatz ODER 80.000 € Gewinn (§ 141 AO). Freiberufler dürfen die EÜR immer — egal wie hoch der Gewinn.
§ 4 Abs. 3 EStG · § 141 AO · Stand VZ 2024 & 2025Du kannst bis zu 50 % der voraussichtlichen Kosten einer geplanten Anschaffung schon vorab gewinnmindernd abziehen (und so Steuer in ein späteres Jahr verschieben) — wenn dein Gewinn 200.000 € nicht übersteigt. Gilt auch bei EÜR.
§ 7g EStG · Stand VZ 2024 & 2025Anschaffungen bis 800 € netto (ohne Vorsteuer) je selbständig nutzbarem Gegenstand (z. B. Laptop, Bürostuhl) kannst du im Anschaffungsjahr voll als Betriebsausgabe abziehen — statt über Jahre abzuschreiben.
§ 6 Abs. 2 EStG · Stand VZ 2024 & 2025Gewerbliche Einzelunternehmer/Personengesellschaften haben einen GewSt-Freibetrag von 24.500 € (Steuermesszahl 3,5 %). Freiberufler (§ 18 EStG) erzielen keinen Gewerbebetrieb und unterliegen deshalb überhaupt nicht der Gewerbesteuer — ein echter Vorteil gegenüber Gewerbetreibenden.
§ 11 GewStG · Stand VZ 2024 & 2025Gewerbliche Einzelunternehmer rechnen das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrags auf ihre Einkommensteuer an (gedeckelt auf die tatsächlich gezahlte Gewerbesteuer). In Gemeinden mit moderatem Hebesatz hebt das die GewSt-Last weitgehend auf.
§ 35 EStG · Stand VZ 2024 & 2025bleiben dir zum Sparen & Anlegen
Sparquote 27 % deines verfügbaren Einkommens.
- Verfügbar pro Jahr (nach Steuern)
- 32.993 €
- − Lebenskosten
- 24.000 €
- = Sparfähigkeit pro Jahr
- 8.993 €
Abfindung bei Kündigung: Die Fünftelregelung glättet die Steuer-Progression. Gib dein laufendes zu versteuerndes Einkommen (ohne Abfindung) und die Abfindung ein.
§ 34 Abs. 1 EStG (zweifach gegen den Gesetzeswortlaut geprüft, Stand 2026-06-16): Steuer = 5 × Unterschiedsbetrag. Abfindung = außerordentliche Einkunft (§ 34 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. § 24 Nr. 1). Voraussetzung: zusammengeballter Zufluss in einem Jahr. Seit 2025 nur noch über die Steuererklärung (nicht mehr auf dem Lohnzettel). Rechnet mit dem verifizierten § 32a-Tarif. Orientierung, keine Steuerberatung.
Elterngeld, Arbeitslosen-, Kurzarbeiter- oder Krankengeld sind steuerfrei — heben aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen (Progressionsvorbehalt). Das führt oft zur Nachzahlung. Gib dein steuerpflichtiges Einkommen und die steuerfreien Leistungen ein.
§ 32b EStG (zweifach gegen den Gesetzeswortlaut geprüft): besonderer Steuersatz = Einkommensteuer auf (zvE + Leistungen) geteilt durch (zvE + Leistungen), angewandt auf das tatsächliche zvE. Erfasst u. a. Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken-, Mutterschaftsgeld und Elterngeld (§ 32b Abs. 1 Nr. 1). Setzt voraus, dass der Arbeitnehmer-Pauschbetrag bereits gegen den Arbeitslohn verbraucht ist (Regelfall bei Beschäftigten). Satz auf 4 Dezimalstellen gerundet (Verwaltungspraxis R 32b EStR — nicht Gesetzeswortlaut). Rechnet mit dem verifizierten § 32a-Tarif. Orientierung, keine Steuerberatung.
Was ein Wegzug für deine Bestände auslöst — nach geltendem deutschen Recht:
Für in Deutschland ausgeübte/verwertete Tätigkeit bleibt es bei beschränkter Steuerpflicht; Arbeitslohn aus dem Zielland wird dort besteuert (DBA entscheidet).
§ 49 Abs. 1 Nr. 4 EStGWohin? Wähl ein Land auf dem Globus oder der Karte — so wird dein Depot dort als Privatperson besteuert, im Vergleich zur deutschen Abgeltungsteuer.
KEIN DE-DBA mehr — Deutschland ließ das Abkommen bewusst auslaufen. Ohne Abkommensschutz greifen § 6 AStG (Wegzugsbesteuerung) und § 2 AStG (Niedrigsteuerland, erweiterte beschränkte Steuerpflicht) verschärft.
Achtung: § 2 AStG (erweiterte beschränkte Steuerpflicht) — Niedrigsteuerland, DE kann bis 10 Jahre weiter besteuern.
Die geltenden DE-DBA folgen dem OECD-Muster: Streubesitz-Dividende auf max. 15 % Quellensteuer gedeckelt, Depot-Kursgewinne beim Ansässigkeitsstaat (Deutschland). Ausnahme: Anteile an überwiegend immobilienhaltenden Gesellschaften.
VAE / Dubai: PwC Tax Summaries · VAE · Stand 2025/2026. Ausländische Quelle (PwC / offizielle Behörde), zweifach geprüft — keine deutsche Primärnorm. Standard-Resident-Satz; Sonderregime separat. Keine Steuerberatung.
Hast du eine GmbH-/Kapitalgesellschafts-Beteiligung ≥ 1 %? Dann löst der Wegzug die Wegzugsteuer (§ 6 AStG) aus — eine fiktive Veräußerung deiner Anteile. Rechne sie hier durch:
Verifizierte §§ 6 AStG / 17 EStG / 199–203 BewG. Gemeiner Wert als vereinfachtes Ertragswertverfahren (Schätzung). Steuer entfällt bei nur vorübergehender Abwesenheit + Rückkehr binnen 7 (max. 12) Jahren (§ 6 Abs. 3). Modellrechnung, kein Steuerbescheid.
Was passiert, wenn du dein Vermögen vererbst oder verschenkst? Wähl, an wen — der Freibetrag (§ 16) und der Steuersatz (§ 19) hängen vom Verwandtschaftsverhältnis ab.
Erbschaft-/Schenkungsteuer — 489.000 € kommen an
Freibetrag 400.000 € (§ 16, Steuerklasse I) → steuerpflichtig 100.000 € · Satz 11 %.
Der Freibetrag lebt alle 10 Jahre neu auf (§ 14). Schon bei 2 Tranchen sinkt die Steuer spürbar — zieh den Regler. Komplett steuerfrei ab 2 Schenkungen (alle 10 Jahre).
§§ 16/19/14 ErbStG, zweifach gegen die Primärnorm geprüft. Vollmengenstaffel mit Härteausgleich (§ 19 Abs. 3). Ohne sachliche Verschonungen (Betriebsvermögen, selbstgenutztes Familienheim) — die können die Steuer weiter senken. Modellrechnung, keine Steuerberatung.
Hintergrund — die geprüften §§
Enkel haben einen Freibetrag von 200.000 € pro schenkender Großelternperson. Ist das verbindende Kind bereits verstorben, gilt der Kinder-Freibetrag von 400.000 €. Alle 10 Jahre neu nutzbar (§ 14 ErbStG).
§ 16 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG · Stand VZ 2024 & 2025Verkauf deiner GmbH-Anteile: privat (§ 17) mit Teileinkünfteverfahren, oder über eine Holding (§ 8b KStG) — wo 95 % des Gewinns steuerfrei bleiben (aber in der Holding).
Über die Holding bleiben 239.846 € mehr zum Reinvestieren (1.5 % Steuer statt 26.1 % privat). Erst wenn du es privat entnimmst, fällt die Abgeltungsteuer an → netto 725.545 €.
Zweifach geprüfte Bausteine: § 17 EStG + Teileinkünfteverfahren (60 % stpfl., § 3 Nr. 40) + § 17 Abs. 3 Freibetrag; Holding § 8b Abs. 2 KStG (95 % steuerfrei, 5 % nicht abziehbar) + KSt/GewSt; § 32d Abgeltung bei Ausschüttung. Ohne Einlagenrückgewähr (§ 27 KStG) — konservativ. Modell, keine Steuerberatung.